Überdruck-Kammer mit Kontrollkonsole

17.10.2002 // Verlegung von der Überdruckkammer

Meine dritte und letzte Nachtschicht in Folge, welche eine spannende Erfahrung mit einer Überdruckkammer brachte. Trotzdem war ich sehr froh, dass es die Letzte ist.

Überdruck Behandlung ohne Tauchunfall

Bedienkonsole der Druckkammer

Der erste Einsatz war eine absolut neue Erfahrung für mich. Wir mussten einen Patienten von einer Spezialklinik für Behandlungen in Überdruckkammern ins „Groote Schuur“ Krankenhaus verlegen.

Überwachungsbild aus der Druckkammer
Überwachungsbild aus der Druckkammer

Der 18jährige Patient hatte mehrere Schussverletzungen, am Hals, Abdomen, und Oberschenkel. Bei der Operation ist offenbar beim lösen der Halsarterien-Klemme Luft eingesogen worden. Dies hat eine Hemiplegie verursacht, durch wahrscheinliche Beeinträchtigung des Gehirns.

Durch die Behandlung in der Überdruckkammer erhofft man sich eine Besserung dieser Hemiplegie. Für die Verlegung war der Patient den Umständen entsprechend stabil und der Transport verlief ohne Probleme.

Um ca. 01:00 Uhr wurden wir für eine Verlegung aufgeboten, von der Klinik in Fish Hoek nach „Groote Schuur“. Der Patient war 53jährig, hatte eine unbekannte Substanz in suizidaler Absicht eingenommen, war intubiert , BD 131/91, nicht relaxiert, sediert mit Valium. Weil wir kein Beatmungsgerät mit dabei hatten, musste der Patient von Hand mit dem Beatmungsbeutel beatmet werden. Die 40-minütige Fahrt verlief komplikationslos und der Patient konnte von uns im stabilen Zustand auf dem Notfall übergeben werden.

Am Morgenfrüh, während unserem Rückweg zur Basis, wurde noch ein Verkehrsunfall in Fish Hoek gemeldet. So nahmen wir wohl oder übel den 20minütigen Weg unter die Räder, um nach dem Rechten zu sehen. Beim Eintreffen sahen wir, dass schon ein privater Ambulanzdienst vor Ort war. Leider wurde uns das nicht rechtzeitig mitgeteilt. Nun ja, mit einer vergebenen Fahrt und etwas Überzeit beendeten wir unsere Nachtschicht.

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